Werkpark Neue Kunst am Ried
Werkpark Neue Kunst am Ried

Presseberichte

 

Steißlingen Steißlinger Findlinge werden zu Kunst

Zwei Tonnen schwere Findlinge aus Steißlingen sind nach Wald bei Pfullendorf transportiert worden. Dort sollen sie Teil des Projekts „Neue Kunst am Ried werden.

Mit einem großen Tieflader und einem ebenso großen Kran machen sich in der Dunkelheit eines frühen Morgens zwei riesige Steine aus dem Kieswerk Meichle und Mohr in Steißlingen auf die Reise nach Wald in der Nähe von Pfullendorf. Dort haben die Künstler Susanne und Cornelius Hackenbracht einen Hof mit Atelier, Schmiede und vor allem weitläufigen Flächen, auf denen das innovative Kunstprojekt „Neue Kunst am Ried“ entstanden ist. Innerhalb dieses Projektes wird nun der ganz neue Kunst-Weg entstehen, der mit vielen großen Steinen, wie eben diesen aus dem Steißlinger Kieswerk, durch den zwei Hektar großen Garten der Hackenbrachts verlaufen wird.

„Wir wollen bestimmen, wo die Findlinge her kommen und wie alt sie sind“, sagt Susanne Hackenbracht, die neben ihrer Vorliebe für Steine ihre künstlerische Leidenschaft in großen, farbigen Objekten auslebt und auch des Schmiedehandwerkes mächtig ist. Es solle eine Broschüre geben, die die Besucher ab dem 8. Mai 2016, dem Tag der Eröffnung des Weges, über die Daten und Fakten der einzelnen Findlinge informieren werde.

Doch bevor die beiden Steine, der eine 27 Tonnen und der andere 13 Tonnen schwer, an ihren Bestimmungsort gelangen, müssen die Männer von der Kranfirma und die Lastwagenfahrer ganze Arbeit leisten: Zunächst wird der 27-Tonnen-Stein in Gurte gezurrt und per Kran auf den bereitstehenden Tieflader gehievt. Ein für den kleineren Bruder bestellter Lastwagen mit eigenem Kran muss im letzten Moment doch noch durch einen größeren Lastwagen getauscht werden, damit auch dieser abtransportiert werden und der Tross sich nach drei Stunden auf den Weg Richtung Landkreis Sigmaringen machen kann.

Bei allen Arbeiten wirkt Cornelius Hackenbracht unterstützend und mit geübter Hand mit. „Wir haben schon einiger solcher Steine transportiert und so langsam weiß man natürlich, wie das geht“, erzählt der Steinbildhauer, Architekt, Schmied und Baubotaniker.

 

 

 

Wald Neue Kunst am Ried: Ehepaar sammelt Findlinge aus der Region

Cornelius und Susanne Hackenbracht haben für ihre Neue Kunst am Ried in Wald ein neues Projekt gestartet. Sie sammeln Findlinge aus Steinbrüchen der Region. Diese werden von Studenten analysiert. In einer Broschüre werden dann Fundort, Geologie, Entstehung und Transportweg der Findlinge erläutert.

Ein Findlingsweg ist das neueste Projekt von Cornelius und Susanne Hackenbracht. In ihrem Werkpark Neue Kunst am Ried soll dieser Lehrpfad mit Moränefindlingen aus der Region des nördlichen Bodensees im Frühjahr eröffnet werden. Zurzeit sind die Künstler intensiv mit den immensen Vorbereitungen beschäftigt. Einige Findlinge liegen schon auf dem Gelände, drei davon wurden erst vor wenigen Tagen angeliefert: darunter ein gut 16 Tonnen schwerer Stein, gefunden in der Kiesgrube Otterswang.

„Als Bildhauer ist mein Werkstoff der Stein“, schildert Cornelius Hackenbracht seine Ambitionen für dieses Projekt. Auf der Suche nach kleineren Steinen für einen bildhauerischen Auftrag seien er und seine Frau wieder auf die Findlinge gestoßen. Und so entstand die Idee: „Wir machen etwas, das mit der Landschaft hier zu tun hat.“ Schon 2010 begannen die Eheleute mit dem Kulturlandschaftsforum, das sich mit Landschaft auf allen Ebenen befasst. Und da passt das neue Projekt hinein.

„Es geht darum, die Steine zu präsentieren, die die Gletscher der letzten Eiszeit, die vor rund 10 000 Jahren endete, hier in unserer Region hinterlassen haben“, erklärt Cornelius Hackenbracht. „Und wir wohnen unmittelbar in dem Gebiet der Gletschermoräne zwischen dem Ried und der Hügelkette mit der L 194.“ Vier Findlinge schmücken schon seit längerer Zeit das Gelände der Hackenbrachts, unter anderem ein Nagelfluh aus Schwackenreute. „Dabei handelt es sich um Naturbeton“, erklärt Cornelius Hackenbracht. „Das sind verbackenen Kiesel und Bruckstücke von Steinen, die später durch Kalk verbunden wurden; ein Sekundärgestein sozusagen.“ Die Fundgebiete liegen zwischen Steißlingen und Schwackenreute über Pfullendorf, Krauchenwies bis nach Ostrach. Der bislang größte Fund ist ein 30 Tonnen schwerer Stein, der erst vor wenigen Tagen für das Projekt zugesagt wurde. „Wir sind den Kiesgrubenbetreibern sehr dankbar, die die Steine zur Verfügung stellen“, sagt Cornelius Hackenbracht. Dies sind die Firmen Meichle und Mohr, Valet und Ott, Nordmoräne, Müller, Weimar und Baur, aber auch Strobel, Gehweiler und Schmidbauer, die bislang die Transportfahrzeuge für die Findlinge stellten. Die Gesteinsarten reichen von Kalk- und Sandsteinen über Granite, Gneise bis zu Mischgesteinen aller Art.

In den kommenden Monaten will das Paar mit Universitäten zusammenarbeiten, deren Studenten die Steine analysieren. In einer Broschüre werden Fundort, Geologie, Entstehung und Transportwege erläutert sowie die Paten genannt. Paten deshalb, weil die Broschüre nicht ganz billig ist. Gesucht werden Sponsoringzusagen zwischen 100 und 500 Euro pro Stein für die 25 Stationen. Unterstützung gibt es auch von kommunaler Seite. Der Walder Bürgermeister Werner Müller steht dem Projekt aufgeschlossen gegenüber. Auch Landrätin Stefanie Bürkle zeigt Interesse. Am 25. August wird sie die Neue Kunst am Ried besuchen.

 

Neue Kunst am Ried

Das Ehepaar Susanne und Cornelius Hackenbracht eröffneten 1998 in einem ehemaligen Bauernhof eine Galerie mit Skulpturenfeld. Cornelius Hackenbracht ist Steinbildhauer, Susanne Hackenbracht ist unter dem Künstlernamen Zazo bekannt geworden. 2010 begann das Paar mit dem Kulturlandschaftsforum, das sich mit Landschaft auf allen Ebenen befasst.

 

 

 

Neue Kunst am Ried

Werkpark Neue Kunst am Ried

Landschaft, Kunst und Architektur

 

 

Öffnungszeiten ab 13. Mai
  Samstag  11Uhr bis 17 Uhr

  Freitag 15 Uhr bis 18 Uhr

 Sonntag und weitere Termine nach Absprache

Werkpark - Neue Kunst im Ried
Riedstrasse 26
D- 88639 Wald-Ruhestetten
Tel.:  + 49 - 7578 - 1336

Mobil: 0172-9540241

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